Grails @ DocInsider


Unser Projektleiter Florian, bei Neofonie, schickte mir einen Bericht darüber, warum dass neue Framework Grails zur Entwicklung von DocInsider.de benutzt wurde.

Ich habe kaum etwas verstanden. Gut es wäre auch verwunderlich wenn ich nach dem  Lesen des  Artikels: „Ach, so ist das!“ gesagt hätte, aber ich versuche trotzdem an dieser Stelle – nutzerverständlich – darzulegen, warum wir uns gegen Ruby on Rails und für Grails als Entwicklungsumgebung entschieden haben. Der interessierte/wissende Leser ist ausdrücklich dazu angehalten diesen Beitrag zu kommentieren. Wer es nicht versteht braucht sich nicht grämen.

Grails unterstützt Mechanismen wie Scaffolding und die Abstraktion auf Datenbankebene besonders Zeiteffektiv. Der eigentliche Beweggrund Grails zu verwenden waren nämlich die zeitintensiven Hobbies unser Programmierer😉. Dazu kamen Vorteile durch die Einbindung von JAVA-Technologien, die Nutzbarkeit von vertrauten Servertechnologien sowie die Einbindung von freien Bibliotheken in das Projekt, kurzum versprach man sich einen Performance Vorteil von der Nutzung von Grails. Die größte Herausforderung die es zu meistern galt, war dass Grails zu Beginn der Entwicklung nur in einer Version 0.56 vorlag, also Grundlagenarbeit betrieben werden musste.

Ein Vorteil für den Build Prozess ergab sich daraus das Grails eine an ANT angelegte Build-Sprache (GANT) vorgibt und sich weiterhin das MVC-Paradigma, sowie weitere Ruby on Rails entliehene Paradigmen zu eigen macht, so das nur wenige architektonische Entscheidungen nötig waren.

Datenbanken ließen sich relativ einfach anbinden, da Grails sein integriertes ORM (GORM) durch Hibernate realisiert was bedeutet das nur ein konventionelles Hibernate-Mapping-File notwendig war um die Datenbanken anzupassen.

Die Controller sollten möglichst schlank gehalten werden, dazu wurden die meisten Serviceklassen ausgelagert. Außerdem bietet Grails eigene Mechanismen wie Constraints und GORM an, was zur Folge hatte das sehr viel Programmiercode eingespart werden konnte.

Der Einsatz von JAVA in der Businesslogik erwies als äußerst komfortabel, da alle Groovy-Klassen intern in JAVA-Bytecode in ein semantisch äquivalentes Programm einer Zielsprache (Zielprogramm) umwandelt.

Um Views zu erstellen bietet Grails diverse Hilfestellungen um möglichst wie Programmiercode – und damit Zeit – einzusparen.

Die Darstellung der einzelnen Seiten erledigt ein SiteMesh Mechanismus, also das für alle Seiten die sich in Optik und Funktion ähneln dasselbe Layout zu Grunde liegt, das nur noch individuell angepasst werden muss.

Auch im Livebetrieb erweist sich Grails als die richtige Wahl. Lediglich bei sehr hohem Traffic sind bisweilen Fehler aufgetreten. DocInsider bietet also auch Programmieren einiges Neues – aus technischer Sicht, und wer dabei noch einen Arzt sucht der auf Sehnenscheidenentzündungen spezialisiert ist, der hat gleich zwei Erfolgserlebnisse.

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