Das stärkste der Gefühle


Ein wahnsinnig interessantes Interview mit Prof. Walter Zieglgänsberger Max-Planck-Institutes für Psychiatrie in München auf Zeit Online zum Thema Schmerzen. Was Schmerzen sind, wie sie individuell wahrgenommen werden und wie man am besten damit lebt.

[…] Zieglgänsberger: Fast überall im Körper gibt es Sensoren, die Nozizeptoren, die auf Hitze, Druck oder auch chemische Reize ansprechen. Wenn Sie sich verletzen, geben die Nozizeptoren ein Signal an das Rückenmark. Dort geschieht etwas ganz Wichtiges: Das Schmerzsignal bekommt Vorrang gegenüber allen anderen Nachrichten aus Ihrem Körper. Außerdem wird die Information aufgeteilt. Ein Kanal führt in Bereiche des Großhirns, welche die Verletzung lokalisieren. Andere Impulse gehen in tiefer gelegene Hirnregionen und lösen die unangenehmen Empfindungen aus.

Der Schmerz selbst ist die Krankheit. Vielleicht hatten Sie irgendwann einmal eine Muskelverspannung. So harmlos beginnen Schmerzkarrieren. Das liegt nicht zuletzt an Ärzten, die Angst machen. Weil sie es auch nicht genau wissen, stellen sie Diagnosen wie: „Na ja, Ihr Rücken, der Stärkste ist er nicht. Auch wenn Sie jetzt noch keine ernsten Probleme haben, dann wohl in 20 Jahren.“ Aus seiner Furcht beginnt der Patient jedes kleine Ziehen im Rücken zu beachten. So programmiert er sich auf den Schmerz. Und weil er meint, sich jetzt körperlich schonen zu müssen, schwächen sich seine Muskeln und verspannen sich bei nächster Gelegenheit erst recht. […]

 Das ganze Interview lesen Sie hier

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