DocInsider in der Fachzeitschrift „Recht und Politik im Gesundheitswesen“


Im Nachgang zum Symposion „Medizin 2.0 – Bewertungsportale und Versorgungsqualität“ der GRPG am 28. Oktober 2008 ist jetzt ein Artikel in der von der GRPG herausgegebenen Fachzeitschrift „Recht und Politik im Gesundheitswesen“ (RPG) erschienen. Der Fachartikel wurde als Ergänzung zum Symposion von DocInsider Geschäftsführer Ingo Horak in Zusammenarbeit mit Christopher Kofahl, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, verfasst. Kofahl leitet die AG „Patientenorientierung und Selbsthilfe“ am Institut für Medizin-Soziologie des UKE und hat zum Thema Arztbewertungsportale sein wissenschaftliches Know-How eingebracht. Der Artikel gibt einen Überblick über die zunehmende Bedeutung des Internets für Gesundheitsfragen und diskutiert die zukünftige Rolle von Arztbewertungsportalen im Gesundheitssystem. Die Vorteile von Arztbewertungsportalen für Ärzte und Patienten werden ebenso behandelt wie der mögliche Nutzen von Arztbewertungsportalen als Patientenzufriedenheitsmonitor und von Patientenempfehlungen als Beitrag zum ärztlichen Qualitätsmanagement. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Förderung der Gesundheitskompetenz von Patienten, die zu einer Steigerung der Effizienz im Gesundheitswesen beitragen kann. Die Gesundheitskompetenz wird auch für die Versicherer von zunehmender Bedeutung sein:

„Der „passive Leistungsempfänger“ ist aus der Perspektive der Versicherer wirtschaftlich unattraktiv. Patienten mit gesundheitlichem Verantwortungsbewusstsein, hohem Potenzial an persönlicher Verhaltensprävention und gutem Selbstmanagement sind die bevorzugte Zielgruppe der Versicherer in der Gesundheitswirtschaft. Eine umfassende Gesundheitskompetenz führt zu einer Win-Win-Situation.“

In diesem Sinne möchte Docinsider zur Förderung der Gesundheitskompetenz und der Patientensouveränität beitragen. Denn, so heisst es in dem Artikel:

„Aus Sicht der Patienten liegt die Attraktivität der Bewertungsportale insbesondere in der Stärkung ihrer Souveränität. Zwar ändert sich die Arzt-Patient-Beziehung kontinuierlich im Kontext einer zunehmenden Bedeutung der psychosozialen Medizin, – immer mehr Behandler üben einen partnerschaftlich-kooperativen Stil -, doch nach wie vor ist die Zahl der Arzt-Patient-Interaktionen hoch, die durch einen konservativen, dogmatisch-paternalistischen Stil auf Seiten der Ärzte und einer eher ohnmächtigen, passiven Rolle auf Seiten der Patienten geprägt ist. Diese Konstellation ist vor dem Hintergrund eines notwendigen informed consent nicht mehr zeitgemäß. Insbesondere diejenigen, die aus dieser ungleichen und hierarchischen Beziehung heraus nicht die Beherztheit aufbringen, ihrem Arzt bereits in der Sprechstunde kritische Rückmeldung zu geben, haben nun die Möglichkeit, ihren Empfindungen und ihrer Meinung Ausdruck zu verleihen.“

Wir möchten Herrn Kofahl an dieser Stelle ganz herzlich für die fruchtbare Zusammenarbeit danken, die das Thema Arztbewertungsportale vertieft und einem interessierten Fachpublikum zugänglich gemacht hat.

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