Start-Ups internationalisieren – aber richtig!


„You are, what you share“ frei nach Jeff Jarvis, traf sich gestern Abend eine ca. 25 köpfige Gruppe aus hamburger Start-up Gründern und Mitarbeitern um sich zum Thema Internationlisierung auszutauschen. Auf Initatitve von bab.la wurde in den Räumlichkeiten von G+J über die „do’s and dont’s“ der Internationalisierung von Online Services diskutiert.

Die Verantwortlichen von Jimdo.com, weblin, verwandt.de, eltern.de und bab.la plauderten, ganz operativ, ein wenig aus dem Nähkästchen wie die Internationalisierung in den eigenen Projekten umgesetzt wurde. Die Erfahrungen zusammengenommen kam eigentlich ein sehr einheitliches Bild dabei heraus, wie man seine Seite auf den international ausrollen sollte:

1.Vorbereitung ist alles I: je früher sich das Management dazu entscheidet, zu internationalisieren, desto besser lassen sich die Unternehmensprozesse darauf ausrichten.

2. Vorbereitung ist alles II: Wenn die Seite nicht im Vornhinein auf eine Internationalisierung angelegt wurde, ist es hinterher eine fürchterliche Arbeit für Praktikanten und Volontäre die Seite für die Internationalisierung vorzubereiten.

3. Neue Märkte erschließen: Internationalisierung beginnt meistens mit der Übersetzung der eigenen Seite. Da Start-Ups immer auf das Budget achten müssen gibt es eine klare Reihenfolge, nach der neue Länder angegangen werden: haben wir jemanden im Team, der die Landessprache kann? Wenn ja, kann das Land erschlossen werden. Wenn nicht, braucht man a) einen Studenten der ’native speaker‘ ist und dann in einen Country Manager konvertiert werden kann (Jimdo), die Community (weblin) oder einen Partner im jeweiligen Land (eltern.de). Wichtig ist auch, kleinschrittig vorzugehen, um Fehler zu machen. Die Fehler aus dem ersten Launch in einem neuen Land, spart man sich bei den folgenden und ist effektiver als die große Keule.

4. Country Management: der einhellige Tenor war, dass je Land ein Team von 1 – 3 Personen das Minimum ist mit dem der neue Markt bedient werden muss. Regionale Eigenheiten im CRM, Community Management und Support lassen sich für den Start dann gut bearbeiten. Je nach Freiheitsgrad und drive des Country Managements sind die Internationalen Ableger eine Bereicherung für das gesamte Projekt.

5. PR als Buzz: Fokussiert die Multiplikatoren, der zu erobernden Länder von der eigenen Idee begeistern, ebnet den Weg für einen erfolgreichen Markteintritt. Das kann über A-Blogger, Presse, die bereits vorhandene Community (WOM) oder schlicht Marketingbudgets passieren. Erfolgsrkiterium ist: ins Gespräch zu kommen und dabei den persönlichen Kontakt zum Multiplikator pflegen.

6. Monetarisierung: Geld verdienen ist schwierig, Geld im Ausland verdienen noch schwieriger. Gute Erfahrungen wurden, für den Marktstart, damit gemacht Bezahlsysteme an lokale / bzw. globale Partner auszulagern – und das so lange durchzuhalten, bis im jeweiligen neuen Land genug Verdient wird, dass es sich lohnt das Business selbst abzuwickeln. Ein Trend aus der Printvermarktung wurde auch für die Onlinvermarktung identifiziert: erfolgreiche Vermarkter arbeiten ausschließlich national.

Vielen Dank an die Orga! Ich habe auf dem Meeting sehr viele spannende Eindrücke erhalten, und freue mich auf die nächste Runde. Etwas Geld für UNICEF dürfte auch zusammengekommen sein, da ja einige Angemeldete nicht gekommen sind🙂

Eine Antwort zu Start-Ups internationalisieren – aber richtig!

  1. […] war bei einem Treffen, in dem es um die Internationalisierung von Start-Ups ging. Er hat dazu einen Blogeintrag auf dem Corporate Blog der Ärztebewertung-Plattform […]

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