Peter Schaar zu Arztbewertungsportalen


Aus aktuellem Anlass äußert sich Peter Schaar in einem Beitrag der tagesschau zu Arztbewertungsportalen und Datenschutz. Darin äußert er verschiedene Bedenken, wie sie auch schon hinlänglich bekannt sind: das Persönlichkeitsrecht der Ärzte muss respektiert werden, Manipulation muss verhindert werden, Bewertungen seien nicht objektiv.

Wir möchten aus unserer Sicht dazu einiges anmerken:

Auf DocInsider hat jeder Arzt die Möglichkeit, aktiv mitzuwirken – er kann sich registrieren, am Forum teilnehmen, Bewertungen online kommentieren oder Gegendarstellungen schreiben und wird bei neuen Bewertungen benachrichtigt. Viele Ärzte nutzen die Möglichkeit, die Patienten proaktiv zum Bewerten aufzufordern. Ein fairer Umgang miteinander und beim Schreiben von Bewertungen wird durch die Docinsider Regeln (Code of Conduct) und in den FAQ festgelegt.

Unsere Nutzer helfen uns durch das Melden von Missbrauch bei der Qualitätskontrolle der Bewertungen. Jede Missbrauchsmeldung wird sorgfältig bearbeitet. Dadurch wird das Risiko von Manipulationen minimiert.

Das Patientenfeedback sollte als ein Bestandteil in die Qualitätssicherung mit einbezogen werden, und kann nicht mit anderen QM-Verfahren, wie z.B. der Prüfung von Kliniken und Praxen durch unabhängige Experten verglichen oder durch sie ersetzt werden. Wir verstehen die Erhebung von Patientenfeedback als notwendigen Beitrag, um die Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen zu erhöhen.

Patientenbewertungen sind immer subjektiv, stellen aber, wenn sie nach auswertbaren Kriterien vorgenommen werden, im Ergebnis und in der Masse eine wertvolle, objektivierbare Ressource zur Qualitätsmessung dar. Das ISEG hat aufgrund 15-jähriger Erfahrung im Bereich Patientenforschung einen Fragenkatalog entwickelt, der den psychometrischen Anforderungen bei der Messung von Patientenzufriedenheit bestmöglich entspricht und objektivierbare, valide und verlässliche Ergebnisse liefert. Dieser bildet die Basis für den Docinsider-Fragebogen. Die 33 Detailfragen orientieren sich an den Bedürfnissen der Patienten und ermöglichen eine differenzierte Bewertung, die in der Summe valide Schlüsse auf die Gesamtqualität der Behandlung zuläßt.

4 Antworten zu Peter Schaar zu Arztbewertungsportalen

  1. Kosmonaut sagt:

    Verehrtes Doc-Insider Team,
    ich habe den Beitrag von Herrn Peter Schaar gesehen. Hier wird das Wort Qualitätssicherung im Zusammenhang mit Bewertungen angesprochen. Ich muss schon sagen, ich war sehr überrascht nachdem ich auf Ihrer Seite eine Bewertung getätigt habe: ich musste mich ja vorher registrieren mit meiner E-Mail Adresse und hatte erwartet – wie sonst oft gelernt – dass nun eine Art Bestätigung oder Freischaltung folgt. Diese blieb leider aus, ich war noch mehr überrascht als ich dann gesehen hatte dass meine Bewertung sogar schon online stand und für alle öffentlich sichtbar.
    Sehen Sie das selbst als Qualitätssicherung im Zusammenhang mit Ärzte-Bewertungen? Ich freue mich auf eine Rückmeldung, vielleicht habe ich es ja nicht verstanden.

    • Bettina Goebel sagt:

      Lieber Kosmonaut,
      vielen Dank für Ihr Feedback. Ganz richtig, aus Gründen der besseren Usability ist ihre Registrierung sofort gültig. Diese Art der Registrierung ist bei vielen Portalen mittlerweilen üblich. Die Bewertungen unserer Nutzer sind immer sofort online, damit sie schnellstmöglich als Informationsressource den anderen Patienten zur Verfügung stehen.

      Mit besten Grüßen vom DocInsider-Team

  2. Kosmonaut sagt:

    Liebe Frau Goebel,
    vermutlich mögen Sie recht haben mit Ihrer Auffassung der Usability und die Informationsquelle mag auf diesem Wege schneller sein, aber wie können Sie prüfen welche Kommentare durch User abgegeben werden zu Ärzten wenn diese völlig inakzebtable Inhalte zeigen könnten? Wenn diese Kommentare direkt und völlig ungeprüft verfügbar sind für die Öffentlichkeit dann ist Ihre Datenbank vermutlich voll mit Bewertungen die dort garnicht hätten veröffentlich werden dürfen? Wie oben schon beschrieben haben ich auf meine Registrierung bei Ihnen, sowie auf meine abgegebene Bewertung bis heute keine einzige E-Mail von Docinsider erhalten um irgendetwas zu bestätigen. Dieses lässt vermuten dass meine abgegebene E-Mail Adresse garnicht hätte meine „echte“ sein müssen. Überprüfen Sie überhaupt ob die E-Mail Adressen Ihrer User keine „erfundenen“ Adressen sind? Das würde mir dann große Sorge machen und die Qualitätskontrolle könnte meiner Meinung nach nicht mehr gewährleistet werden. Danke für ein Feedback und eine Erklärung, Beste Grüße

    • Bettina Goebel sagt:

      Lieber Kosmonaut,

      DocInsider ergreift zahlreiche technische und redaktionelle Maßnahmen, um Missbrauch und Manipulation zu verhindern. Eine umfangreiche Blacklist filtert Bewertungen, die unzulässige Ausdrücke enthalten, von vornherein aus, sodass Schmähkritik garnicht erst veröffentlicht wird.
      Unsere Nutzer (sowohl Ärzte als auch Patienten) unterstützen uns beim Qualitätsmanagement, indem sie Missbrauchsmeldungen abgeben können. Jede Missbrauchsmeldung wird nach einem juristisch geprüften Prozedere bearbeitet.
      Jeder Nutzer bekommt nach der Registrierung eine Willkommensmail von Docinsider. Nicht funktionierende email-Adressen werden so erkannt. Ein zusätzlicher Bestätigungslink verringert die Missbrauchsgefahr nicht, daher haben wir uns aus Gründen der Usability dagegen entschieden. Bitte lesen Sie auch unseren untenstehenden Beitrag „Das Missbrauchsmanagement bei Docinsider“, der eine ausführliche Erläuterung zum Missbrauchsmanagement enthält. Wir hoffen, Ihnen mit dieser Information ausreichend weitergeholfen zu haben.

      Mit besten Grüßen, das Docinsider-Team

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