Guter Arzt – schlechter Arzt?


Wir haben uns gefragt, was die User von DocInsider bewegt, wenn sie ihre Ärzte bewerten.  In einer stichprobenartigen Untersuchung sind wir den Beweggründen der Patienten auf den Grund gegangen.

Dabei muss beachtet werden, dass es sich bei den ausgewerteten Erfahrungsberichten natürlich nur um die subjektive Einschätzungen und Empfindungen der bewertenden Patienten handeln kann und nicht um eine etwaige Tatsachenfeststellung.

Die häufigsten Gründe, aus denen Patienten Ihren Arzt mit der Höchstpunktzahl oder lediglich mit 0 Punkten bewertet haben, sind die Aspekte von Kompetenz des Arztes der dessen Freundlichkeit. Diese Aspekte geben bei den Bewertungen sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht den entscheidenden Ausschlag.

Gründe für 0 Punkte

Die Patienten, die Ihren Arzt mit 0 Punkten bewertet haben, geben als Hauptgrund dafür an, dass sie das Gefühl hatten, der Arzt sei nicht kompetent. Allerdings haben Patienten in der Regel nicht die Möglichkeit, die tatsächliche fachliche Kompetenz eines Arztes realistisch einschätzen zu können.

Vielfach geht die fachliche Beurteilung mit dem Eindruck mangelnder Freundlichkeit und mangelndem Einfühlungsvermögen einher. Die menschliche Note und der Umgang mit den Patienten prägen bei einem so emotionalen Thema wie der eigenen Gesundheit den Gesamteindruck des Arztbesuches sehr stark.

Die Patienten äußern oft, dass sie das Gefühl hätten, vom Arzt über den Tisch gezogen zu werden. Sie befürchten, dass ihnen von den Ärzten teure Behandlungen verkauft werden, die nicht nötig seien. Dies könnte möglicherweise an mangelnder Transparenz und eingeschränkten Möglichkeiten der Patienten zur Kontrolle liegen.

Gründe für 5 Punkte

Die zufriedenen Patienten loben zumeist die Kompetenz und Freundlichkeit des bewerteten Arztes.

Sie äußern vielfach, dass sie sich bei dem Arzt gut aufgehoben gefühlt haben. Besonders wird die „angenehme Atmosphäre“ in den Praxen hervorgehoben. Wenn die Patienten sich ernst genommen und gut beraten fühlen, sind das für ihn entscheidende Bewertungskriterien. Problematisch ist für Ärzte sicher der enorme Zeitdruck, unter dem sie täglich stehen. Wenn ein Arzt seinem Patienten trotzdem das Gefühl gibt, sich ausführlich und umfassend mit ihm zu beschäftigen und dabei nicht hektisch wirkt, ist das ein großer Pluspunkt für den Arzt.

Des Weiteren ist die Wirkung einer ansprechend eingerichtete Praxis auf die Bewertung nicht zu unterschätzen. Wer seinen Patienten eine angenehme Umgebung bietet, sammelt gleich Pluspunkte.

Ärzte von heute, die sich als moderne Dienstleister verstehen, erkennen die Kritik, mit der Sie konfrontiert werden auch als Chance. So rät die Kassenärztliche Bundesvereinigung, die Empfehlungswirkung für den Arzt nicht zu unterschätzen und Patientenkritik ernst zu nehmen (http://www.kbv.de/service/6514.html). Ein offener Austausch kann sich für beide Seiten als positiv herausstellen. Patienten sind im Laufe der Zeit immer wissbegieriger und anspruchsvoller geworden. Wenn Sie das Gefühl haben, als mündige Menschen auf Augenhöhe mit dem Arzt behandelt zu werden, fließt dies positiv in Ihre Bewertungen ein. Der Anteil an Aufklärung und Beratung ist für viele Patienten ein ganz entscheidender Faktor. Wenn der Patient außerdem das Gefühl von guter Organisation und einem freundlichem Umgangston in der Praxis hat, steigert dies sein persönliches Wohlbefinden in der Praxis. Und davon können alle nur profitieren.

Letztendlich muss der Patient mit seinem Arzt auf einer Wellenlinie liegen. Daher ist der beste Arzt für den Patienten, der Arzt seines Vertrauens.

Wir freuen uns auch weiterhin auf einen regen und konstruktiven Austausch zwischen Arzt und Patient.

Eine Antwort zu Guter Arzt – schlechter Arzt?

  1. Trixie sagt:

    Doch, man kann auch als Patient die Kompetenz des Arztes beurteilen.

    Beispiel:
    Ich bin vor vielen Jahren an beiden Augen an der Netzhaut operiert worden. Es finden immer wieder Kontrollen der Netzhaut statt, wo man dann auch diese OP Stellen sieht.
    Als ich bei einem anderen Augenarzt war, fand der diese OP Stellen an einem Auge nicht und stritt ab, dass ich operiert worden sei. Ich hätte es mir warscheinlich nur eingebildet und wäre in Wirklichkeit nur an dem einen Auge operiert worden.

    Hallo????
    Schade, dass die OP zu lange her ist, dann hätte ich es noch anhand von Rechnungen beweisen können, oder hätte Einsicht die alte Karteikarte bei dem Augenarzt, der operierte, beantragt und die Stelle, die diese OP an beiden Augen beweist, abgelichtet oder so.

    Wenn einem sowas passiert, weiss man, dass dieser Arzt nicht kompetent ist, da man für sich selbst ja weiss, ob und wo man operiert wurde.

    Ich habe noch mehr solcher Beispiel von anderen Ärzten, wo beweisbare Symptome abgestritten wurden, weil nichts gefunden wurde oder gar nicht erst untersucht wurde. Meist werden die richtigen Diagnosen erst gestellt, wenn es zu spät ist und das Kind in den Brunnen gefallen ist. Es gibt unzählige Beispiele dafür, auch mit Todesfolge.

    Patienten können die Kompetenz eines Arztes beurteilen.

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